Psychologische Praxis Irina Ackmann

Psychotherapie

“Das Leben kann nur in der Schau nach rückwärts verstanden,

 aber nur in der Schau nach vorwärts gelebt werden”

Sören Kierkegaard.

        Was ist eine Psychotherapie?

    Bei der Erklärung des Begriffs Psychotherapie möchte ich zunächst auf die Herkunft des Wortes und die ursprüngliche Bedeutung zurückgreifen, weil dies - nach meinem Erachten - am ehesten verdeutlicht worum es eigentlich geht.

    Der Begriff Therapie stammt aus dem griechischen “therapeía” und bedeutet: “Das Dienen, Dienst, Pflege”.

    Pflegen bedeutet ursprünglich: “für etwas einstehen, sich für etwas einsetzen”.

    Therapeut (griechisch “Therápon”) bedeutet: “Diener, Gefährte”.

    Psyche bedeutet: “Seele, Seelenleben, Wesen, Eigenart”.

    Ursprünglich bedeutet Psychotherapie demnach: Der Seele, dem Wesen, der Eigenart dienen und sich für die Seele einsetzen, für sie einstehen. Dem Therapeuten kommt die Aufgabe zu, sich in den Dienst der Seele zu stellen, sich zum Wohle der Eigenart und des Wesens des Menschen einzusetzen  und ihn für eine gewisse Zeit in diesem Sinne zu begleiten.

    Heute versteht man unter Psychotherapie: Die Behandlung psychischer Störungen unter Anwendung von psychologischen Verfahren bei einem professionellen Behandler.

    Die heutige Bedeutung bezieht sich vordergründig auf psychische Störungen.

    Die ursprüngliche Bedeutung bezieht sich auf einen Einsatz am Menschen, der der menschlichen Seele und dem Wesen als Ganzes dienlich ist.

    Für meine therapeutische Arbeit bevorzuge ich die ursprüngliche Bedeutung der Psychotherapie. Das ist die Art von Behandlung eines Menschen und seiner Seele, wie ich sie verstehe.

    Wann ist eine Psychotherapie sinnvoll?

    Im Sinne der ursprünglichen Bedeutung ist eine Psychotherapie immer dann sinnvoll, wenn Sie etwas an sich selbst oder in Ihrem Leben verändern möchten. Der Wunsch nach Veränderung entspringt in der Regel einem Leidensdruck und bisherige Änderungsversuche sind nicht geglückt. Wenn Sie das Gefühl haben, alleine nicht weiter zu kommen und sich im Kreise zu drehen, kann Ihnen eine Psychotherapie helfen, neue Möglichkeiten zu finden, alte Belastungen zu verarbeiten, neue Verhaltensmuster zu lernen, persönliche Weiterentwicklungen und gewünschte Veränderungen vorzunehmen. Dabei ist es völlig unerheblich worunter Sie leiden oder was Sie als störend an sich selbst empfinden. Entscheidend ist, dass Sie unter etwas leiden und eine Veränderung herbei führen möchten.

    Eine Psychotherapie kann Ihnen unter anderem dabei helfen:

    • Zu mehr Selbstvertrauen und Selbstsicherheit zu finden, Selbstwertprobleme zu lösen.
    • Ein Burnoutsyndrom schneller zu überwinden.
    • Psychosomatische Beschwerden zu verstehen und zu lösen.
    • Depressionen zu lindern und zu überwinden.
    • Angst,
    • Panikattacken und
    • Phobien zu überwinden.
    • Belastende Ereignisse zu verarbeiten und los zu lassen.
    • Neuen Lebensmut zu finden.
    • Neue Verhaltensmuster zu finden, umzusetzen und dauerhaft beizubehalten.
    • Innere Zufriedenheit und Stärke zu finden.
    • Die eigenen Kraftquellen zu entdecken und zu nutzen.
    • Zu einer besseren Lebensqualität zu finden.
    • Mit unveränderlichen, belastenden Situationen, wie beispielsweise einer chronischen Erkrankung, besser umzugehen.
    • Liebevoller mit sich selbst und anderen umzugehen.
    • Das eigene Wesen akzeptieren und schätzen lernen.

    Eine Besonderheit stellt die Psychotherapie bei Morbus Basedow dar, für die ich ein gesondertes Therapiekonzept anbiete. Informationen darüber finden Sie hier.

    Wie hilft eine Psychotherapie?

    Dass eine Psychotherapie hilft, wurde mittlerweile wiederholt wissenschaftlich nachgewiesen und bestätigt. Aber was genau wann, wie und warum hilft, darüber streiten sich die Gelehrten noch. Eines jedoch steht fest und wurde immer wieder in den Forschungen bestätigt: Was eindeutig und unbestritten hilft, ist das das Vertrauensverhältnis zwischen dem Therapeuten und dem Klienten. Die zwischenmenschliche Beziehung also.

    Was passiert in der Psychotherapie?

    Dazu kann ich ganz allgemein für alle Therapieformen sagen: Gespräche. Gespräche über vergangenes, gegenwärtiges, zukünftiges, mögliches und unmögliches. Gespräche über Tabus, Gespräche über einfach alles was Sie persönlich beschäftigt und belastet. Der Therapeut sucht dabei nach best möglichen Lösungen für Sie und Ihr Leben, in Ihrem Sinne, nach seinem bestem Wissen und Gewissen.

    Beeinflusst der Therapeut die Richtung des Gesprächs? Ja. Je nach seiner psychologischen Ausrichtung, Ausbildung und Gesinnung wird der jeweilige Therapeut die Gespräche in eine bestimmte Lösungsrichtung lenken.

    Was passiert in einer Psychotherapie bei mir?

    In meiner psychologischen Arbeit ist es mir wichtig, auf Ihre individuelle Persönlichkeit und Ihre Lebensumstände einzugehen, Sie mit Ihrem persönlichen Anliegen zu verstehen und mit Ihnen gemeinsam die für Sie passenden Lösungen zu finden, die Ihnen helfen, Ihre Probleme zu bewältigen.

    Genau aus diesem Grund habe ich mich nicht einer bestimmten psychologischen Theorie verpflichtet, sondern ich arbeite mit einer integrativen Psychotherapiemethode. Das bedeutet, dass ich verschiedene psychologische Richtungen so miteinander verbinde, dass es in den psychologischen Gesprächen sowohl um die Ursachenforschung geht, als auch um das Erkennen von Ihren Potentialen und Fähigkeiten sowie das Erarbeiten und Einüben neuer Lösungs- und Verhaltensmöglichkeiten. Auch die Wechselbeziehung mit Ihrem sozialen Umfeld beziehe ich in den therapeutischen Prozess mit ein.

    Ich verbinde drei psychologische Verfahren miteinander:

    die Tiefenpsychologie,

    die Verhaltenstherapie und

    die systemische Therapie.

     

    Diese psychologischen Verfahrensweisen lassen sich kurz und stark vereinfacht wie folgt erklären:

    Bei der Tiefenpsychologie verhält es sich so, dass hier das Hauptaugenmerk auf der Ursachenforschung und frühen Prägungen liegt. Bei einer ausschließlich tiefenpsychologisch orientierten Therapie oder einer Psychoanalyse geht es also überwiegend um die Vergangenheit. Das ist sinnvoll und notwendig um die Problematik zu analysieren und zu verstehen.

    Ganz anders verhält es sich bei der Verhaltenstherapie. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf der Gegenwart, der aktuellen Situation, dem Symptom und der Erarbeitung neuer Lösungs- und Verhaltensmöglichkeiten.

    Die systemische Therapie sieht ein Problem oder ein Symptom nicht in einem einzelnen Menschen alleine begründet, sondern sie betrachtet die Problematik grundsätzlich innerhalb eines sozialen Gefüges (Familie, Partner, Arbeitskollegen etc.), in dem jeder auf den anderen in einer bestimmten Weise reagiert. Dieses soziale Gefüge (das System) wird als ein Ganzes gesehen und ein Problem wird in diesem Zusammenhang gedeutet und behandelt.

    Es hat seinen Grund, dass ich diese Verfahren miteinander verbinde. Denn, der Vorteil dieses integrativen Verfahrens ist, dass hierbei die drei entscheidenden Komponenten aus den psychologisch wirksamen Therapien miteinander verbunden werden:

    • Die Ursachenforschung, das Verstehen und die Verarbeitung des Problems.
    • Das Erlernen und Einüben neuer Lösungs- und Verhaltensmöglichkeiten.
    • Die Analyse und die Veränderung bestimmter Wechselwirkungen innerhalb eines zwischenmenschlichen Gefüges.

    Dadurch ermöglicht diese Methode sowohl ein umfassendes Verständnis für den Menschen und sein Problem als auch eine sinnvolle, effektive Veränderung der Problemsituation.

    Zudem ist diese Methode sehr ökonomisch, denn sie führt effizient und somit in relativ kurzer Zeit zum Ziel. Das bedeutet eine vergleichsweise geringe Therapiedauer.

    Ein ganz wesentlicher Bestandteil meiner therapeutischen Arbeit ist die Stärkung Ihrer Persönlichkeit (Ihre persönlichen Potentiale, Fähigkeiten und Ressourcen) . Denn die Ursachen vieler Probleme und Symptome liegen häufig darin begründet, dass ein Mensch - aufgrund seiner persönlichen Geschichte - nicht genug Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten und Fähigkeiten entwickeln konnte oder aber dass er das Vertrauen in sich selbst aus bestimmten Gründen verloren hat. Die (Wieder)herstellung dieses Vertrauens ist daher von zentraler Bedeutung.

    Wie lange dauert eine Psychotherapie?

    Die Dauer einer Psychotherapie ist individuell sehr unterschiedlich. Oft sind bereits 10 Sitzungen ausreichend. Manchmal werden 40 oder mehr Sitzungen benötigt. Generell kann man sagen, dass die Therapie so lange dauert, bis Sie das Gefühl haben, dass Sie die therapeutische Begleitung nicht mehr benötigen.

    Die zeitlichen Abstände der einzelnen Sitzungen sind in der Regel wöchentlich. Aber auch dies gilt es individuell zu regeln. Denn unter Umständen können durchaus auch längere Abstände sinnvoll sein, insbesondere zum Ende der Therapie hin.

    [Home] [Psych.Beratung] [Paartherapie] [Trennungsber.] [Stressbew.] [Telefonber.] [Über mich] [Kontakt]

    Nach oben