Psychologische Praxis Irina Ackmann

Stressbewältigung

“Es gibt Wichtigeres im Leben,

als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.”

Mahatma Gandhi

Nur wenn wir zur Ruhe kommen und abschalten können, ist es uns möglich, zu regenerieren und die Kraftreserven neu aufzuladen. Doch leicht gesagt und schwer getan! Chronischer, ungesunder Stress nimmt in unserer heutigen Zeit immer mehr zu. Zeit-, Leistungs- und Konkurrenzdruck, Sorgen um den Arbeitsplatz, eine unsichere Zukunftsperspektive, Schulden, Partnerschaftsprobleme oder eine chronische Krankheit sind nur einige Beispiele für Lebensbedingungen, die stark belastend sind, Druck auslösen und innere Ruhe unmöglich machen.

Häufig entsteht der Druck aber auch durch eigene Ansprüche. Überhöhte Erwartungen und Perfektionsansprüche an die eigene Person belasten immens. Ansprüche wie beispielsweise: "Ich muss immer alles Hundertprozentig erledigen", "Ich darf keine Fehler machen", "Probleme muss ich grundsätzlich alleine lösen", "Ich darf andere nicht enttäuschen" oder "Niemand soll merken wie es in mir aussieht" sind eindeutig zu hoch. Als Menschen sind wir alle nicht perfekt.

Treten dann die ersten Symptome der Erschöpfung auf – klassischerweise Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Muskelverspannungen, Gereiztheit oder Ängstlichkeit – entstehen Gefühle von Unzulänglichkeit, denn die eigenen Ansprüche können nicht mehr erfüllt werden. Wenn dann diese ersten Anzeichen der Überlastung nicht ernst genommen werden und die inneren Ansprüche statt dessen noch verstärkt werden, nehmen in der Folge die Energie und Leistungsfähigkeit immer mehr ab, die Unzulänglichkeitsgefühle aber nehmen zu. Es entsteht ein Teufelskreis.

In der Summe stellt all das eine sehr ungesunde Überforderung dar, die irgendwann nicht mehr bewältigt werden kann. Der gesamte Organismus verkraftet die chronische Anspannung und Überforderung nicht mehr. Er streikt. Seele und Körper sind ausgebrannt. Dann ist gar keine Kraft und keine Energie mehr da. Psychische Probleme, wie Ängste und Depressionen, Psychosomatische Beschwerden, aber auch organische Erkrankungen sind häufig die Folge. Das ist unter dem so genannten Burn-Out-Syndrom zu verstehen.

Sind die Energiereserven erst ganz erschöpft, lassen sie sich so schnell nicht wieder aufladen. Da hilft dann auch kein Urlaub mehr. Die Regeneration braucht Zeit und eine veränderte Lebenseinstellung und Lebensgestaltung. In dieser Situation ist ein Stressbewältigungstraining nicht mehr ausreichend. Hier ist eine längerfristige Psychotherapie anzuraten, in der es dann darum gehen wird, die Ursachen für die überhöhten Ansprüche herauszufinden, den Erwartungsdruck Schritt für Schritt abzubauen und neue Denk- und Verhaltensweisen zu erlernen.

Stressbewältigungstraining

Ziel des Stressbewältigungstrainings ist es, den negativen Stress, der sich in der chronischen Überforderung äußert, abzustellen. Es geht nicht darum, Stress generell auszuschalten, denn ein gewisses Maß an Anforderungen und Herausforderungen ist für eine optimale Leistungsfähigkeit ausgesprochen notwendig. So lange aus den Anforderungen keine Überforderung wird, wird ein so genannter positiver Stress erlebt, der es ermöglicht, eine schwungvolle, konstruktive Dynamik zu entwickeln.

Das Stressbewältigungstraining ermöglicht Ihnen:

          • Perfektionsansprüche zu reduzieren,
          • abzuschalten,
          • zu innerer Ruhe zu finden,
          • belastende Situationen zu verändern oder
          • gelassener darauf zu reagieren.

Das Stressbewältigungstraining dient dazu, erste Erschöpfungsanzeichen zu erkennen, ernst zu nehmen und rechtzeitig etwas dagegen zu unternehmen.

Das Training stimme ich in Einzelsitzungen auf Sie persönlich ab. Hier geht es nicht nur um die Analyse Ihrer persönlichen Stressfaktoren, sondern auch darum, Ihre Potentiale, Stärken und Ressourcen zu entdecken und effektiv zum Stressabbau zu nutzen. Zusätzlich erlernen Sie eine effektive Entspannungsmethode:

Die progressive Muskelentspannung nach Jacobson:

Diese Entspannungsmethode geht auf den Arzt und Wissenschaftler Edmund Jacobson zurück. Jacobson beschäftigte sich intensiv mit der Funktionsweise der Muskulatur. Dabei fiel ihm auf, dass Anspannungen der Muskulatur häufig im Zusammenhang mit innerer Unruhe, Stress und Angst auftreten. Er konnte weiterhin beobachten, dass auf eine bewusste, kurzzeitige Anspannung der Muskulatur, mit der Zeit, eine vertiefte Entspannung folgt.

So entwickelte er die progressive Muskelrelaxation. Auf kurzzeitiges Anspannen einzelner Muskelgruppen folgt das Loslassen, die Entspannung. Dieser Prozess bewirkt nicht nur eine Entspannung auf körperlicher Ebene. Genauso wie sich der Körper bei seelischen Belastungen verspannt, kann sich die Seele bei körperlicher bewusster Entspannung erholen. Die Entspannung findet sowohl mental als auch auf der muskulären Ebene statt. So kann negativer Stress abgebaut werden. Bei regelmäßiger Anwendung der Übungen können Sie zu einer größeren Gelassenheit und Ruhe im Alltag finden, die Konzentrationsfähigkeit verbessern, Schlafstörungen abbauen und generell positiv auf alle Stress bedingten Symptome einwirken.

Die Wirkung der progressiven Muskelentspannung wurde inzwischen vielfach wissenschaftlich nachgewiesen. Zusammen mit dem Autogenen Training gehört sie zu den effektivsten Entspannungsmethoden.

Das schöne an dieser Methode ist, dass sie sehr einfach zu erlernen ist und auch im Sitzen angewendet werden kann. So lassen sich die Übungen leichter in den Alltag integrieren.

“Muße ist der schönste Besitz von allen”

Sokrates

 

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