Die Paartherapie, bzw. Ehetherapie macht Sinn, wenn bei beiden Partnern ein gewisser Leidensdruck vorhanden ist und beide zur Veränderung bereit sind.
Ein Partner hat meist einen stärkeren Leidensdruck als der andere. Dieser Partner beginnt in der Regel mit dem Versuch, miteinander zu reden. Doch dieser Versuch schlägt häufig fehl. Entweder kommt es zum Abblocken des anderen Partners oder zu gegenseitigen Vorwürfen und Schuldzuweisungen. Das Paar dreht sich im Kreis. Die Unmöglichkeit, dem anderen zuzuhören, Unverständnis für die Bedürfnisse des anderen, das Auflisten eigener Enttäuschungen und Rechthaberei sind an der Tagesordnung.
Der Partner mit dem stärkeren Leidensdruck sollte dann ganz deutlich signalisieren, dass er so nicht weiterleben möchte, und den Partner bitten, mit ihm zur Therapie zu gehen. Falls dieser nicht mitkommen möchte, sollte er zunächst alleine in die Therapie gehen. Dem Partner wird dann der Vorschlag gemacht, als Angehöriger einmal mitzukommen. In dieser Sitzung werden dann mögliche Ängste vor der Paartherapie angesprochen.
Wie hilft eine Paartherapie?
Zunächst wird es darum gehen, mit Ihnen als Paar, die Problembereiche Ihrer Beziehung herauszuarbeiten und gemeinsame Therapieziele zu formulieren. Manchmal ist auch ein Therapieziel, herauszufinden, ob Sie zusammen bleiben oder sich trennen wollen. Danach geht es darum, ein neues Verhalten zu lernen, beispielsweise dem Partner zuzuhören, ihm Rückmeldungen zu geben oder konstruktive Auseinandersetzungen zu führen. Auch geht es um die Analyse der Alltagsgestaltung und deren Veränderung. Meist finden sowohl einzelne als auch gemeinsame Sitzungen statt.
Die Paartherapie kann Ihnen dabei helfen:
Konfliktlösungen zu finden.
Die Kommunikation in Ihrer Partnerschaft zu verbessern.
Mit Hilfe der Analyse Ihrer Lebensgeschichten das Verhalten des Partners zu verstehen.
Sich über eigene Wünsche bewusst zu werden und sie anzusprechen.